onehundretstories
Liebes Tagebuch, heute kann keiner mir was. Ich gebe nicht auf, bin was ich bin, nie wieder beuge ich mich. Augen über den Schultern, lache dem Neubeginn entgegen. Vergeude nicht eine Sekunde, hole mich raus. Weit über den Dächern der Stadt und Porzellan-Symphonien gescheiterter Liebe, wird alles wie meine Prise des Glücks. Eine Welt ohne Farben und ich will da nie mehr zurück. nie mehr die Magersüchtige Stumme inmitten der Masse..
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Wenn du etwas ändern willst, dass du nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung dazu.

Nur wie?

Ich weiß, ich kann abnehmen bis zu einem gewissen Punkt. Ich kann diesen Punkt auch unterschreiten. Aber irgendwann werde ich so wie es ist nicht mehr weitermachen können. Ich kann abnehmen in dem ich weniger esse & ich kann weniger essen als weniger essen aber irgendwann erreiche ich einen Punkt an dem ich mehr essen muss wenn ich weitermachen will und sobald ich mehr esse, ist wieder alles drauf & der Kreislauf beginnt von neuem.

Es heißt, der Körper versucht immer wieder zu seinem eigenen „Wohlfühlgewicht“ zurückzufinden, er möchte immer wieder in die Nähe davon kommen, heißt, wenn man abnimmt, wird der Körper versuchen, sein persönliches Wohlfühlgewicht zu erreichen, heißt wiederum, alles was ich „mehr“ zunehme wie vorher, wird mein Körper an sich reißen und speichern. Und so ist.

Seit Jahren schwanke ich zwischen den Zahlen, Schwankungen von ca. 15 kg, die mal mehr mal weniger sind. Und ich hasse sie. Und ich hasse es noch mehr, dass mein Kopf sich nicht mit dem wohlfühlt, mit dem mein Körper es tut. Ich werde es nie akzeptieren mehr oder weniger normal auszusehen, mehr oder weniger normal zu essen weil ich es nicht kann. Ich hasse meinen Körper. Ich hasse das Fett, das sich bildet. Widerlich.

Und ich hasse es, auf der Waage ein bestimmtes (niedriges) Gewicht zu lesen & in den Spiegel zu schauen und keinen Unterschied zu sehen. Es heißt, Magersüchtige & auch Bulimiker leiden unter einer Körperschemastörung:

Das Körperbild Magersüchtiger ist verzerrt. Sie erkennen die extreme und lebensbedrohliche Abmagerung ihres Körpers nicht. Besonders einzelne Körperteile, wie Oberschenkel, Bauch oder Hüften stehen im Blickpunkt der Betroffenen. Obwohl objektiv beurteilt diese Partien normal oder schon zu dünn sind, empfinden die Betroffenen sich meist zu dick oder beschreiben ihren ausgemergelten Körper als Ideal.

Mag ja sein, nur wie kann es sein, dass ich das, was ich sehe, das Fett, auch greifen & packen kann? Das kann ich mir einfach nicht einbilden. Das kapiere ich nicht.

 

20.3.11 20:25
 


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