onehundretstories
Liebes Tagebuch, heute kann keiner mir was. Ich gebe nicht auf, bin was ich bin, nie wieder beuge ich mich. Augen über den Schultern, lache dem Neubeginn entgegen. Vergeude nicht eine Sekunde, hole mich raus. Weit über den Dächern der Stadt und Porzellan-Symphonien gescheiterter Liebe, wird alles wie meine Prise des Glücks. Eine Welt ohne Farben und ich will da nie mehr zurück. nie mehr die Magersüchtige Stumme inmitten der Masse..
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Flieg wenn du fliegen kannst. Lieb wenn du lieben kannst. Weil du nie kriegst, was du kriegen kannst

„Ich möchte für jene schreiben, die sich noch nicht ganz entschieden haben, für jene, die gerade am Scheideweg stehen und dabei sind, den teuflischsten Deal ihres Lebens einzugehen. Euch möchte ich sagen: Glaubt keiner der heiligen Lügen, sie werden euch schlimmer verletzen, als es jede Wahrheit je könnte. Ihr werdet immer noch ihr sein, auch mit zehn, zwanzig Kilogramm weniger! Ihr werdet euch nicht leiden können & hässlich finden, ihr werdet nicht glauben, dass ihr etwas könnt und das euch jemand mag. Ihr werdet weiter suchen und immer auf der Suche bleiben, weil auch die Essstörung keinen Stillstand herbeiführt, an dem wir endlich ankommen und zu Hause sein könnten. Geht nicht weiter! Bleibt stehen!“
(Aus Annika Fechner- Hungrige Zeiten)



Dies hier ist kein Pro Ana Blog. Auch kein With Ana Blog. Es ist einfach nur mein Blog, über mein krankes und manchmal auch ganz normales Leben. Ich habe seit ich 14/15 bin Magersucht, seit mittlerweile 6 Jahren. Mehrere ambulante Therapieversuche hinter mir, die ich alle abgebrochen habe & ein teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik für Kinder & Jugendliche, wo ich 4 Monate lang war. Geheilt bin ich immer noch nicht und vielleicht werde ich es auch nie sein. Schließlich sind gerade mal 30 % nach einer Therapie „geheilt“ (wenn mich die Zahlen in meinem Kopf nicht täuschen). Im Moment habe ich auch keine Kraft einen erneuten Anlauf zu starten & ich habe Angst, wer bin ich wenn die ES weg ist?!

Mein Tiefstgewicht lag bei 40 kg (BMI 15,6), mein Höchstgewicht 55 kg (BMI21,5). Im Moment bin ich auf dem Besten Weg mein Tiefstgewicht wieder zu erreichen, mein Gewicht schwankt zwischen 44 & 45 kg.

Es ist manchmal sehr schwierig, zu vergessen das auch ich alles essen darf. Aber ich bemühe mich, schließlich will ich, obwohl noch soviel Krankes in mir steckt, nicht zu Zeiten zurück, an denen ich mich tagelang nur von Tomatensuppe ernährt habe. Diese Zeiten gab es nämlich. Es gab auch Zeiten wo eine Erdbeere zuviel war. Nein, dahin möchte ich nicht zurück. Auch wenn das Zurückdenken, etwas verlockendes hat.



So far.
20.3.11 20:21
 


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