onehundretstories
Liebes Tagebuch, heute kann keiner mir was. Ich gebe nicht auf, bin was ich bin, nie wieder beuge ich mich. Augen über den Schultern, lache dem Neubeginn entgegen. Vergeude nicht eine Sekunde, hole mich raus. Weit über den Dächern der Stadt und Porzellan-Symphonien gescheiterter Liebe, wird alles wie meine Prise des Glücks. Eine Welt ohne Farben und ich will da nie mehr zurück. nie mehr die Magersüchtige Stumme inmitten der Masse..
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Alles was du besitzt, besitzt irgendwann auch dich.

 

 

Für einen Aussenstehenden mag meine alltägliche Auseinandersetzung mit Essen, Kalorien, Gewicht nicht sichtbar sein, dennoch führe ich ihn ständig, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr auf’s neue, zu jeder Tages- & Nachtzeit. Essen oder nicht essen, das ist die Frage. Der Kampf gegen meine „gesundes“-Ich & mein krankes- Ich. Jetzt ist das eine stärker, nachher das andere. Keines von beiden ist stark genug, das andere komplett auszuschalten. Und so pendel ich immer zwischen dem einen und dem anderen, das Hin und Her, es macht einen fertig. Es ruiniert einen vollkommen. Es nimmt dich voll in seinen Besitz, es lässt dich nichtmehr los, sooft man auch versuchen mag dagegen anzukämpfen. Ja, ich habe versucht dagegen anzukämpfen. Lange. Ich war einige Monate in Therapie, hatte fast ein ganzes Jahr, indem Essen für mich fast so normal war wie für jeden anderen auch. Wie früher. Ich habe aufgegeben. Ich werde diesen Kampf nicht heute, nicht morgen und auch nicht übermorgen gewinnen. Ich habe keine Kraft. Ich lasse mich treiben. Ich lasse geschehen. Warte, wohin der Weg mich führt. Ich werde nie zufrieden mit mir, meiner Figur, meinem Gewicht sein. Nie. Nie. Nie.

20.3.11 20:18
 


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